Bordeaux: Arrivage 2015, Fassmuster 2017 – Bodegas Vagal

Die beiden Jahrgänge geben sich am 24. Mai 2018 die Hand. Der 2015er kommt fertig gefüllt in unsere Keller, während der 2017er als Fassmuster uns den Hof macht und noch ein Jahr in den Fässern auf den Châteaux schlummern wird. Sie können diverse Fassmuster zusammen mit einigen 2015er sowie etwas ältere Jahrgänge degustieren, um sich ein umfassendes Bild über das Potenzial von Bordeaux machen zu können:

Donnerstag, 24. Mai 2018 17 – 20 Uhr
im Lager an der Gärtnerstrasse 2, Winterthur

Dazu können wir Ihnen eine Neuheit aus einer unbekannten Appellation Spaniens präsentieren: Bodegas Vagal aus Valtiendas, einem kleinen Dorf in der Provinz Segovia, knapp 30 Kilometer südwestlich von Aranda del Duero, aber auf über 900 Meter über Meer gelegen. Die Hauptsorte ist denn auch Tempranillo. Bodegas Vagal arbeitet streng nach biodynamischen Richtlinien, die Weine sind sehr elegant und entsprechen dem neuen Geschmacksbild der bekömmlichen Weine, ohne an Intensität einzubüssen. Ein Versprechen!

Bordeaux Jahrgang 2017
Das Jahr 2017 hat wie in unseren Breitengraden auch in Bordeaux gezeigt, welchem Risiko die Winzer Jahr für Jahr ausgesetzt sind. Doch nun der Reihe nach.
Der Winter 2016/17 war sehr kalt in Bordeaux, dafür ausgesprochen trocken. Aber der Winter dauerte nur kurz. Februar und März waren beide milder wie im Durschnitt mit normalem Niederschlag. Dadurch trieben die Reben verhältnismässig früh aus, was dann im April mit den beiden Frostnächten vom 20./21. Und 27./28. April zu grossen Schäden führte. Das Resultat war sehr unterschiedlich. Es gibt Châteaux, die haben praktisch die ganze Ernte verloren und bringen keinen 2017er auf den Markt (Camensac z.B.), andere wurden überhaupt nicht beeinträchtigt. Es war der heftigste Frost seit 1991. Im Gegensatz zu diesem Frostjahr drehten sich die klimatischen Bedingungen 2017 aber schnell wieder in die positive Richtung. Ein sehr warmer und trockener Mai erlaubten eine homogene Blüte in den nicht beschädigten Rebbergen. Die Reben waren so gegen Ende Mai 2 Wochen im Vorsprung gegenüber einem normalen Jahr. Der Juni folgte mit sommerlichen Temperaturen (der drittwärmste Juni seit 1959). Der Juli war dann viel weniger besonnt, dafür sehr trocken und der August folgte im selben Takt. So gesehen war der Sommer eher frischer, aber trocken. Nach einer kurzen Hitzeperiode gleich Ende August folgte der September mit einem regnerischen, kühleren Auftakt, was die Ernte ab Mitte September bei bestem Wetter beschleunigte. Trotzdem war der Gesundheitszustand der Trauben ausgezeichnet. Die Werte der Ernte zeigen einen normalen Alkoholgehalt von ca. 13 vol%, eine etwas höhere Säure (betont die Frische des Jahrgangs) sowie ein grosses Aromenpotenzial.

Wie ist der Jahrgang nun einzuschätzen? Ich habe wie jedes Jahr Anfang April einige Tage in Bordeaux verbracht und die meisten der grossen Weine degustieren können. Nach den beiden tollen Jahrgängen 2015 und 2016 hat es der 2017er etwas schwerer und wurde wohl deshalb im Vorfeld schon etwas abgestraft. Doch die Degustation straft Lügen! 2017 ist dort, wo der Frost nicht zuschlagen konnte, sehr gut und reiht sich wohl ein bei den Jahrgängen 2008 und 2014.

Die Weine kommen in diesen Tagen auf den Markt. Ich werde am 24. Mai 2018 das Angebot von Vinarius im Wein Shop aufschalten.


 

Save the date

Am Samstag , 17. November 2018, feiern wir 30 Jahre Vinarius mit einem würdigen Nachtessen im Alten Stadthaussaal. Stéphane Vedeau mit La Ferme du Mont und Clos Bellane ist schon mal mit von der Partie. Ein weiterer Winzer wird noch dazukommen und eine musikalische Begleitung wird auch nicht fehlen. Sicher ein Highlight im diesjährigen Vinarius-Kalender!

 

Öffnungszeiten Grünraum:
Mo 11 – 19 Uhr
Di – Fr 9 – 19 Uhr
Sa 9 – 17 Uhr